Elektrische Sicherheit im Haus: die große Eigen-Checkliste

Generated by DALL·E

Gehen Sie systematisch durch Ihr Zuhause und gönnen Sie der Elektrik einen ruhigen, aufmerksamen Check. Raum für Raum — beginnen Sie mit den folgenden Grundlagen.

Steckdosen: sind sie sicher?

Prüfen Sie jede Steckdose nacheinander und achten Sie auf Folgendes.

  • Locker sitzende Abdeckung oder Gehäuse — Hinweis auf beschädigte Befestigung oder ausgeleierte Kontakte.
  • Ein Stecker wackelt oder rutscht heraus — schlechter Kontakt; die Steckdose gehört ersetzt.
  • Erwärmte Oberfläche nach Nutzung — Überhitzungsgefahr.
  • Funken beim Einstecken — sofort eine Elektrofachkraft rufen.
  • Rußspuren oder vergilbter Kunststoff — Zeichen für gealterte Verdrahtung.

Außerdem:

  • Verlängerungen oder Steckdosenleisten nicht hintereinander stecken.
  • In Bad und Küche auf Feuchteschutz mit Schutzart IP44–IP55 achten.

Schalter: funktionieren sie zuverlässig?

Testen Sie jeden Schalter im Haus. Warnsignale sind:

  • Die Wippe klemmt oder erfordert zu viel Druck.
  • Knistergeräusche aus dem Gehäuse.
  • Licht flackert trotz normalem Tastendruck.

Das deutet auf schlechten Kontakt oder einen verschlissenen Mechanismus hin.

Elektroverteiler: das Herz der Anlage

Klappen Sie die Abdeckung auf und prüfen Sie, ob alles ordentlich wirkt. Achten Sie auf:

  • Klar beschriftete Automaten (Beleuchtung, Küche, Klimaanlage, Warmwasserbereiter etc.).
  • Keinen Geruch nach verschmortem Kunststoff.
  • Keine auffällige Erwärmung am Automatengehäuse.
  • Einen RCD oder RCBO als Schutz für Feuchtbereiche (Bad, Küche).
  • Fehlt ein RCD, ist das die erste Sicherheitsnachrüstung, die man ins Auge fassen sollte.

Leuchten: auf Leistung achten

Schauen Sie bei jeder Leuchte auf die Kennzeichnung im Inneren.

Wichtig:

  • Gibt die Kennzeichnung MAX 60W an, gehört keine 75‑ oder 100‑W‑Lampe hinein.
  • Bei LED-Leuchtmitteln darauf achten, dass der Treiber nicht überhitzt.
  • E27- und E14-Fassungen dürfen keine Rußspuren oder Risse zeigen.

Leitungen: Zustand und Alter

Wände müssen dafür nicht geöffnet werden — eine Sichtprüfung reicht.

Anzeichen für veraltete Verdrahtung:

  • Aluminiumleiter (häufig in Gebäuden der 1960er–1980er Jahre).
  • Kein Schutzleiter (Steckdosen nur mit zwei Öffnungen).
  • Automaten lösen häufig beim Einschalten von Geräten aus.
  • Das Licht wird dunkler, wenn ein leistungsstarkes Gerät läuft.

Treten zwei oder mehr Punkte auf, sollte eine Fachkraft hinzugezogen werden.

Hauslast: wie sicher verteilt?

Erstellen Sie eine einfache Liste:

  • Kühlschrank
  • Waschmaschine
  • Warmwasserbereiter
  • Klimaanlage
  • Wasserkocher / Mikrowelle / Bügeleisen
  • Heizlüfter
  • Elektroherd

Hängen mehrere Großverbraucher an einem Stromkreis, steht der Automat dauerhaft unter Belastung — keine gute Kombination für die Sicherheit.

Warnzeichen bei der Haustechnik

Trifft eines der folgenden Merkmale zu, ist eine Überprüfung fällig:

  • Eine Steckdose wird heiß.
  • Es riecht verbrannt.
  • Irgendwo treten Funken auf.
  • Licht flackert ohne erkennbaren Grund.
  • Verlängerungen sind hintereinander gesteckt.
  • Geräte schalten sich von selbst ab oder die Helligkeit springt.
  • Die Waschmaschine kribbelt bei Berührung mit feuchter Hand (Stromleckage).

Was in jedem Haushalt vorhanden sein sollte

  • RCD oder RCBO
  • Feuerlöscher (CO₂ oder Pulver)
  • Intakte Verlängerungen oder Steckdosenleisten mit Überlastschutz
  • Ersatz-Sicherungsautomaten (für den Verteiler)
  • Eine Liste mit Notfallnummern

Fazit: Wann braucht es eine Elektrofachkraft?

Holen Sie eine Fachkraft, wenn:

  • ein Automat regelmäßig auslöst;
  • Steckdosen oder Schalter warm werden;
  • auch nur einmal Brandgeruch auftritt;
  • Geräte häufig ohne klaren Grund abschalten;
  • das Zuhause 25–30 Jahre alt ist und die Leitungen nie erneuert wurden.