Plus und Minus am Netzteil per Elektrolyse bestimmen

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Manchmal stellt sich in der Garage oder im Wochenendhaus die simple, aber wichtige Frage: Welche Leitung am Netzteil ist Plus, welche Minus? Ein Messgerät liegt nicht immer bereit, und die Kabel sehen oft gleich aus. Heute greift man meist zum Multimeter, früher wurde improvisiert – und der Kniff, den alte Hasen weitergegeben haben, funktioniert noch immer.

Woher die ungewöhnliche Methode stammt

Der Kern dieser Garagenlösung ist schlichte Elektrolyse. Mehr braucht es nicht als ein 12-Volt-Netzteil, zwei Kabel und einen ganz gewöhnlichen Küchengegenstand. Gerade die Einfachheit macht es möglich, die Polarität ohne jedes Instrument zu bestimmen.

Einzige Bedingung: Darin müssen sich Wasser und eine Prise Salz befinden. In einem solchen Medium fließt Strom gut genug, dass die Reaktion deutlich zu sehen ist.

So funktioniert es

Wird an eine salzhaltige, feuchte Umgebung Gleichstrom angelegt, setzt die Elektrolyse ein. Am negativen Pol entsteht Wasserstoff, am positiven Sauerstoff. Die Reaktion verläuft schnell und ist gut sichtbar. Spitzen eintauchen, Strom einschalten:

  • am negativen Leiter bildet sich eine Wolke feiner Bläschen,
  • am positiven sind es deutlich weniger.

So wird die Sache zu einem einfachen Sichttest, der überall funktioniert – von der Garage bis zur Küche.

Wo der alte Trick hilft

Diese Methode hilft,

  • die Polung eines alten Netzteils zu erkennen,
  • selbst angeschlossene Leitungen zu prüfen,
  • bei Batterien und Klemmen den Überblick zu behalten,
  • Kindern Elektrizität anschaulich zu erklären.

Ein unaufgeregtes, sicheres Haushaltsexperiment, das die Grundlagen der Physik oft greifbarer vermittelt als so manches Lehrbuch.

Warum viele sie weiterhin nutzen

Dafür braucht es kein Instrument, nur minimalen Aufwand, und das Ergebnis kommt sofort. Das hilft, wenn kein Multimeter zur Hand ist oder dessen Batterien leer sind. Und der Reiz liegt auf der Hand: Die Bläschen steigen direkt vor den Augen auf.