23:30 14-01-2026

X beschränkt Grok-Bildtools auf zahlende Abonnenten

X schränkt Grok ein: Bildgenerierung und -bearbeitung sind künftig nur für Abonnenten verfügbar. Details, Regulierungsdruck und Musks Reaktion im Überblick.

X schränkt den Zugang zu einer der meistdiskutierten Funktionen von Grok ein: den integrierten Werkzeugen zum Erzeugen und Bearbeiten von Bildern. Künftig können über den Chatbot nur noch zahlende Abonnenten Bilder erstellen und verändern.

Was sich genau geändert hat

In Mitteilungen an Nutzer ließ Grok wissen, dass Bildgenerierung und -bearbeitung auf der X-Plattform ausschließlich zahlenden Abonnenten vorbehalten sind.

Die Begrenzung betrifft ausdrücklich X: In der Grok-App war es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung weiterhin möglich, Bilder ohne Abo zu erstellen.

Warum X diesen Schritt geht

Die Funktion war zunächst für alle verfügbar, wenn auch mit täglichen Limits. Nutzer konnten fremde Fotos hochladen und Grok um Bearbeitung bitten – darunter auch um sexualisierte oder nackte Varianten. Das führte zu einer Flut nicht-einvernehmlicher Bilder, darunter sexualisierte Darstellungen von Kindern sowie Materialien mit Schauspielern, Models und öffentlichen Persönlichkeiten.

Solche Inhalte lösten international Empörung aus; mehrere Länder kritisierten X und Grok öffentlich wegen unzureichender Schutzmechanismen.

Musks Reaktion und Xs Haltung

X und Elon Musk verurteilten die Nutzung des Tools für solche Inhalte und stellten in Aussicht, dass sich die Plattform an Regeln halte, die illegales Material untersagen. Musk deutete zudem an, dass die Erstellung illegaler Inhalte über Grok dieselben Konsequenzen nach sich ziehen solle wie das Hochladen illegaler Inhalte auf der Plattform.

Druck von Regulierern

Mit der Zuspitzung der Affäre schalteten sich Aufsichtsbehörden in mehreren Rechtsräumen ein:

Die Beschränkung der Bildfunktionen auf zahlende Nutzer wirkt wie eine Notmaßnahme nach einem Reputations- und Regulierungsdämpfer – weniger als Produktverbesserung, mehr als Signal, die Lage unter Kontrolle zu bringen und Missbrauch kurzfristig einzudämmen. Eine Bezahlschranke erhöht die Hürden und bremst die Verbreitung fragwürdiger Inhalte, löst aber den Kernkonflikt nicht: Das Werkzeug hat bereits gezeigt, dass es zu rechtswidriger Nutzung verbogen werden kann.