17:45 16-12-2025
Kühlschrank-Ablauf verstopft? So reinigen Sie richtig
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Kühlschrank feucht, Pfützen, muffiger Geruch? Erfahren Sie, warum die Ablauföffnung verstopft, wie Sie sie sicher reinigen und Reif, Lärm sowie Strom sparen.
Manchmal entscheidet ein winziges Detail über das Schicksal eines ganzen Geräts. Beim Kühlschrank ist es das kleine Loch hinter den Gemüsefächern. Es lässt sich leicht übersehen – und ebenso leicht unterschätzen. Dabei sorgt es dafür, dass das Gerät ruhig läuft: ohne Reifkrusten, ohne Pfützen unter den Schubladen und ohne diesen feucht-muffigen Geruch.
Warum dieses Loch zählt, was bei einer Verstopfung passiert und wie sich der Kühlschrank ohne Techniker wieder in Schuss bringen lässt.
Die Ablauföffnung: Funktion und Bedeutung
Ziehen Sie die Obst- und Gemüseschubladen heraus, erscheint unten an der Rückwand eine kleine Öffnung. Das ist keine Zierde und kein Produktionsmerkmal – das ist der Ablauf. Ein Kühlschrank begegnet täglich Feuchtigkeit: Wir öffnen die Tür und lassen warme Luft hinein, stellen Speisen hinein, die noch nicht völlig abgekühlt sind. An der kalten Rückwand schlägt sich Wasser als Tropfen nieder – und diese Tropfen brauchen einen Weg.
Der Ablauf sammelt das Wasser und leitet es durch ein Röhrchen in eine kleine Schale neben dem Kompressor. Der Motor wird warm, das Wasser verdunstet – und der Kreislauf beginnt von vorn. Seine einzige Aufgabe ist es, überschüssige Feuchtigkeit abzuführen – eine unscheinbare, aber entscheidende Funktion.
Wenn die Ablauföffnung verstopft
Krümel, ein Fitzelchen Frischhaltefolie oder Schmutz können die Öffnung blockieren. Die ersten Folgen wirken harmlos:
- unter der Schublade bildet sich eine kleine Pfütze;
- am nächsten Morgen ist sie wieder da;
- man hält es für ein ausgelaufenes Glas.
Dann kippt die Lage.
Das Wasser gefriert, an der Rückwand wächst eine Eiskruste. Der Kühlschrank ackert spürbar stärker, wird lauter als sonst und zieht mehr Strom. Dazu gesellt sich ein muffiger Geruch. Rund um die blockierte Öffnung vermehren sich Bakterien – und weder Natron noch Essig bringen dauerhaft Ruhe, solange die Verstopfung im Inneren nicht beseitigt ist.
Woran man erkennt, dass der Ablauf gereinigt werden muss
Die Anzeichen sind klar, wenn man weiß, worauf man achten muss:
- Die Pfütze unter der Schublade bleibt mehrere Tage bestehen.
- An der Rückwand bildet sich eine Eiskruste.
- Der feuchte, muffige Geruch kehrt trotz Putzen zurück.
- Große Kondensattropfen bleiben an der Wand hängen, statt abzulaufen.
Eines oder zwei davon sind eine leise Warnung. Treten sie zusammen auf, wird es Zeit, die Öffnung sofort zu prüfen.
So wird der Ablauf ohne Techniker frei
Die Lösung ist simpel und dauert etwa 5–10 Minuten.
- Platz schaffen.
- Tür öffnen, Schubladen herausnehmen und die Öffnung unten an der Rückwand suchen.
- Bereich säubern.
- Schmutz und Feuchtigkeit mit einem Tuch aufnehmen, anschließend die Fläche trocknen.
- Mit der einfachsten Methode beginnen.
- Die Öffnung behutsam mit einem Wattestäbchen reinigen – oft genügt das schon.
- Bei hartnäckigen Verstopfungen eine Spritze verwenden.
- Mit warmem Wasser füllen, die Spitze in die Öffnung setzen und das Wasser mit einem festen Druck hindurchschieben. Mehrmals wiederholen.
Wichtig: Keine Zahnstocher, Nadeln oder andere spitze Gegenstände verwenden – das Röhrchen lässt sich leicht beschädigen, und daraus wird schnell eine aufwendige Reparatur.
Warum heißes Essen vor dem Einräumen besser abkühlt
Ein Kühlschrank kühlt Speisen nicht im wörtlichen Sinn – er zieht Wärme ab. Kommt ein heißer Topf hinein, schießt die Temperatur nach oben und das Gerät muss an seine Grenze arbeiten.
- Der Kompressor wird überlastet – bis hin zum Defekt.
- Ohne No-Frost-Funktion begünstigt das Reif an den Wänden.
- Gerichte, die zu schnell und unnatürlich auskühlen, verlieren an Geschmack.
Besser Suppe oder Kartoffeln erst auf dem Herd abkühlen lassen. Der Kühlschrank hat es leichter – und das Essen dankt es.
Das kleine Loch hinter den Gemüsefächern ist alles andere als Nebensache. Der Ablauf steuert das Innenklima des Kühlschranks und beeinflusst direkt seine Lebensdauer. Wer regelmäßig nach dem Rechten sieht, Ablagerungen fernhält und keine heißen Töpfe einstellt, hat lange Ruhe – ganz ohne unliebsame Überraschungen.