22:27 13-12-2025
Elektrik daheim sicher prüfen: Checkliste Raum für Raum
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Prüfen Sie Steckdosen, Schalter, Verteiler und Leitungen: kompakte Schritt-für-Schritt-Checkliste. Erkennen Sie Warnzeichen und wissen, wann der Profi ran muss.
Gehen Sie systematisch durch Ihr Zuhause und gönnen Sie der Elektrik einen ruhigen, aufmerksamen Check. Raum für Raum — beginnen Sie mit den folgenden Grundlagen.
Steckdosen: sind sie sicher?
Prüfen Sie jede Steckdose nacheinander und achten Sie auf Folgendes.
- Locker sitzende Abdeckung oder Gehäuse — Hinweis auf beschädigte Befestigung oder ausgeleierte Kontakte.
- Ein Stecker wackelt oder rutscht heraus — schlechter Kontakt; die Steckdose gehört ersetzt.
- Erwärmte Oberfläche nach Nutzung — Überhitzungsgefahr.
- Funken beim Einstecken — sofort eine Elektrofachkraft rufen.
- Rußspuren oder vergilbter Kunststoff — Zeichen für gealterte Verdrahtung.
Außerdem:
- Verlängerungen oder Steckdosenleisten nicht hintereinander stecken.
- In Bad und Küche auf Feuchteschutz mit Schutzart IP44–IP55 achten.
Schalter: funktionieren sie zuverlässig?
Testen Sie jeden Schalter im Haus. Warnsignale sind:
- Die Wippe klemmt oder erfordert zu viel Druck.
- Knistergeräusche aus dem Gehäuse.
- Licht flackert trotz normalem Tastendruck.
Das deutet auf schlechten Kontakt oder einen verschlissenen Mechanismus hin.
Elektroverteiler: das Herz der Anlage
Klappen Sie die Abdeckung auf und prüfen Sie, ob alles ordentlich wirkt. Achten Sie auf:
- Klar beschriftete Automaten (Beleuchtung, Küche, Klimaanlage, Warmwasserbereiter etc.).
- Keinen Geruch nach verschmortem Kunststoff.
- Keine auffällige Erwärmung am Automatengehäuse.
- Einen RCD oder RCBO als Schutz für Feuchtbereiche (Bad, Küche).
- Fehlt ein RCD, ist das die erste Sicherheitsnachrüstung, die man ins Auge fassen sollte.
Leuchten: auf Leistung achten
Schauen Sie bei jeder Leuchte auf die Kennzeichnung im Inneren.
Wichtig:
- Gibt die Kennzeichnung MAX 60W an, gehört keine 75‑ oder 100‑W‑Lampe hinein.
- Bei LED-Leuchtmitteln darauf achten, dass der Treiber nicht überhitzt.
- E27- und E14-Fassungen dürfen keine Rußspuren oder Risse zeigen.
Leitungen: Zustand und Alter
Wände müssen dafür nicht geöffnet werden — eine Sichtprüfung reicht.
Anzeichen für veraltete Verdrahtung:
- Aluminiumleiter (häufig in Gebäuden der 1960er–1980er Jahre).
- Kein Schutzleiter (Steckdosen nur mit zwei Öffnungen).
- Automaten lösen häufig beim Einschalten von Geräten aus.
- Das Licht wird dunkler, wenn ein leistungsstarkes Gerät läuft.
Treten zwei oder mehr Punkte auf, sollte eine Fachkraft hinzugezogen werden.
Hauslast: wie sicher verteilt?
Erstellen Sie eine einfache Liste:
- Kühlschrank
- Waschmaschine
- Warmwasserbereiter
- Klimaanlage
- Wasserkocher / Mikrowelle / Bügeleisen
- Heizlüfter
- Elektroherd
Hängen mehrere Großverbraucher an einem Stromkreis, steht der Automat dauerhaft unter Belastung — keine gute Kombination für die Sicherheit.
Warnzeichen bei der Haustechnik
Trifft eines der folgenden Merkmale zu, ist eine Überprüfung fällig:
- Eine Steckdose wird heiß.
- Es riecht verbrannt.
- Irgendwo treten Funken auf.
- Licht flackert ohne erkennbaren Grund.
- Verlängerungen sind hintereinander gesteckt.
- Geräte schalten sich von selbst ab oder die Helligkeit springt.
- Die Waschmaschine kribbelt bei Berührung mit feuchter Hand (Stromleckage).
Was in jedem Haushalt vorhanden sein sollte
- RCD oder RCBO
- Feuerlöscher (CO₂ oder Pulver)
- Intakte Verlängerungen oder Steckdosenleisten mit Überlastschutz
- Ersatz-Sicherungsautomaten (für den Verteiler)
- Eine Liste mit Notfallnummern
Fazit: Wann braucht es eine Elektrofachkraft?
Holen Sie eine Fachkraft, wenn:
- ein Automat regelmäßig auslöst;
- Steckdosen oder Schalter warm werden;
- auch nur einmal Brandgeruch auftritt;
- Geräte häufig ohne klaren Grund abschalten;
- das Zuhause 25–30 Jahre alt ist und die Leitungen nie erneuert wurden.