09:12 10-12-2025
Smartphone-Akku richtig laden: Tipps für lange Lebensdauer
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Smartphone-Akku richtig laden: optimale Ladebereiche, Hitze vermeiden, Schnellladen dosiert nutzen, hochwertiges Zubehör – so hält der Akku deutlich länger.
Ein Smartphone-Akku altert ganz von selbst, doch das Tempo hängt stark vom Alltag ab. Die meisten Hersteller und Fachleute sind sich in einem Punkt einig: Einige einfache Ladegewohnheiten können die Lebensdauer spürbar verlängern. Klingt banal, hilft aber. Hier die wichtigsten Tipps – und warum sie zählen.
Den Ladestand im mittleren Bereich halten
Moderne Lithium-Ionen-Akkus fühlen sich zwischen etwa 20 und 80 Prozent am wohlsten. In diesem Fenster bleibt die Zellspannung in einem optimalen Bereich, was die Zellen weniger stresst.
Tiefe Entladungen bis auf null und häufiges Vollladen auf 100 Prozent beschleunigen die Alterung. Passiert es ausnahmsweise, ist das kein Drama, als Gewohnheit sollte man es jedoch vermeiden.
Über Nacht laden ist okay – mit Vorbehalten
Vor dem Schlafengehen einzustecken ist bequem, und heutige Smartphones ziehen nach Erreichen von 100 Prozent keinen Strom mehr – Überladen ist also kein Thema.
Der Haken: Das Gerät verharrt oft stundenlang bei 100 Prozent. Dieses Halten am oberen Limit erschwert das Temperaturmanagement – und Wärme ist ein bekannter Beschleuniger für Akkualterung.
Bietet das Gerät eine optimierte Ladesteuerung, wird der letzte Abschnitt erst kurz vor der üblichen Aufstehzeit abgeschlossen. Sonst ist es klüger, das Nachtladen nur dann zu nutzen, wenn es wirklich nötig ist.
Temperatur ist der größte Feind des Akkus
Hersteller betonen immer wieder: Überhitzung richtet mehr Schaden an als häufige kurze Nachladungen.
Daher nicht in der prallen Sonne, neben der Heizung oder unter dem Kopfkissen laden. Fühlt sich das Telefon nach Spielen oder Navigation heiß an, erst abkühlen lassen und dann einstecken.
Auch starke Temperatursprünge im Winter sind ungünstig. Wird das Gerät draußen sehr kalt, vor dem Laden erst auf Zimmertemperatur kommen lassen.
Schnellladen: mit Maß einsetzen
Schnellladesysteme sind auf Sicherheit ausgelegt. Im Alltag schaden sie dem Akku nicht – solange das Gerät nicht heiß wird.
Trotzdem sind Netzteile mit sehr hoher Leistung am besten für Momente reserviert, in denen es wirklich schnell gehen muss. Wenn Zeit ist, lädt ein Standardnetzteil schonender und erzeugt tendenziell weniger Wärme.
Gutes Ladezubehör ist wichtiger, als man denkt
Telefone passen sich an unterschiedliche Netzteile an, doch schlecht verarbeitete Ladegeräte können Spannungsspitzen und unnötige Erwärmung verursachen. Für die lange Nutzung deshalb besser zu Originalzubehör oder zertifizierten Alternativen namhafter Hersteller greifen.
Auch das Kabel im Blick behalten: Beschädigte Isolierung, ein korrodierter Stecker oder Schmutz in der Buchse stören den Ladevorgang.
Kabelloses Laden ist ebenfalls sicher, wird aber oft wärmer
Ladepads sind bequem, heizen das Telefon jedoch häufig leicht auf. Fühlt sich das Gerät ohnehin warm an, ist Kabelladen die bessere Wahl. Ansonsten gilt dasselbe: hochwertiges Zubehör verwenden und beim Laden keine dicken Hüllen eng anliegen lassen.
Praktische Alltagsgewohnheiten
- Während des Ladens keine schweren Aufgaben ausführen.
- Bei langsamer Ladung oder spürbarer Erwärmung die Displayhelligkeit reduzieren und nicht benötigte Funktionen deaktivieren.
- Eine Obergrenze für den Ladestand nutzen, falls die Einstellungen das anbieten.
- Kurze Zwischenladungen am Tag sind unproblematisch.
Was man sich sparen kann
Die verbreitete Idee, den Akku regelmäßig bis auf null zu entladen, um ihn „zu trainieren“, ist überholt und beschleunigt lediglich den Verschleiß.
Auch das ständige Schließen aller Apps im Hintergrund bringt nichts – das System verbraucht beim erneuten Starten oft mehr Energie.
Und ein neues Smartphone braucht keine besonderen ersten Ladezyklen: Einfach normal verwenden.