15:32 08-12-2025

Elektroarbeiten bei der Renovierung: 5 Tipps fürs Budget

Praktische Tipps für Elektroarbeiten in der Renovierung: realistische Budgets, sinnvolle Steckdosen, separate Sicherungen, RCD oder LS+RCD, bewährte Marken.

Elektroarbeiten gehören zu den teuersten und folgenreichsten Posten jeder Renovierung. Während Eigentümer sich helles Licht und praktische Steckdosen vorstellen, sehen Auftragnehmer Kilometer an Leitungen und einen stattlichen Schaltschrank. Diese unterschiedliche Sichtweise führt oft zu Budgetüberraschungen. Um zu klären, wo sich sparen lässt – und wo Abstriche eine schlechte Idee sind –, hat eine erfahrene Fachkraft fünf handfeste Hinweise zusammengestellt.

Das Elektrobudget muss zum Umfang der Renovierung passen

Im Schnitt beansprucht der Elektroanteil rund 10–15 % der Gesamtkosten. Wer eine Renovierung über eine Million Rubel plant, bekommt offensichtlich weder hundert Schutzschalter noch kilometerweise Premiumkabel unter. Legen Sie früh fest, wie viel Sie in die Technik investieren wollen. Das hält Erwartungen realistisch und hilft, die Ausgaben zwischen Elektroarbeiten, Oberflächen und Sanitär auszugleichen.

Bei der Zahl der Steckdosen zählen Komfort und gesunder Menschenverstand

Über Steckdosen wird besonders oft gestritten. Mit jedem zusätzlichen Punkt wächst die Endsumme. Übertriebene Sparsamkeit wiederum endet schnell in Verlängerungskabeln und einer überlasteten Anlage. Fachleute empfehlen als Untergrenze zwei bis vier Steckdosen pro Raum. Plant ein Profi, wird er die Positionen passend zum Alltag feinjustieren.

Wer selbst plant, markiert die Steckdosen am Grundriss und prüft, ob sie den Tagesablauf wirklich abdecken. Schießt der Kostenvoranschlag in die Höhe, lässt sich die Anzahl gezielt kürzen. Leitlinie bleibt: nicht auf Mehrfachstecker und Kabelsalat angewiesen sein.

Geräte, die unbeaufsichtigt laufen, brauchen eigene Sicherungen

Kühlschrank, Router, Alarmanlage und Sensoren – alles, was auch in Abwesenheit weiterläuft – ist besser über separate Sicherungsautomaten angeschlossen.

Das hat zwei Vorteile:

Teilen sich dagegen die Hälfte der Steckdosen eine Sicherung, reichen Wasserkocher und Staubsauger gleichzeitig, um den Schutz auszulösen.

Kombinierter Schutz kann Geld sparen – mit Maß und Ziel

Ein Differenzialautomat vereint Leitungsschutzschalter und Fehlerstromschutzschalter (RCD) in einem Gerät. Das ist praktisch und hält den Verteiler aufgeräumt, kostet jedoch mehr. Die Alternative: ein Standard‑Leitungsschutzschalter plus separater RCD. Funktional ist das nahezu gleichwertig und spürbar günstiger – eine pragmatische Wahl, wenn das Budget knapp ist.

Beim Material klug sparen

Die einfache Regel gilt: Ausrüstung bewährter Hersteller hält in der Regel länger und arbeitet zuverlässiger. Selbst mit begrenztem Budget lohnt es sich, die günstigeren Serien bekannter Marken wie Schneider oder Legrand in Betracht zu ziehen. No‑Name‑Schnäppchen fallen oft früher aus und können im Extrem sogar Sicherheitsrisiken bergen. An Qualität zu sparen endet leicht in Nacharbeiten – oder im Ernstfall.

Durchdachte Elektroplanung verbindet Sicherheit, Komfort und maßvolles Budget. Eine realistische Summe, eine sorgfältige Anzahl an Steckdosen, eigene Sicherungen für kritische Verbraucher und verlässliche Komponenten helfen, eine Renovierung ohne Überzahlungen anzugehen – und spätere böse Überraschungen zu vermeiden.